Coronavirus-Hinweis

Das Coronavirus hat nun auch Deutschland und Österreich erreicht, weswegen wir für unsere Gäste und andere Interessierte einige Infos zusammengetragen haben. Worauf es im Alltag ankommt, wie die Symptome aussehen und an wen ihr euch wenden solltet, wenn ihr euch infiziert habt, lest ihr hier.

Wie schütze ich mich im Alltag?

Da das Coronavirus, auch 2019-nCoV genannt, von Mensch zu Mensch übertragen werden kann und genau so ansteckend ist wie Grippeviren, empfehlen sich folgende Verhaltensregeln:

Händewaschen

Es empfiehlt sich, regelmäßig die Hände für 30 Sekunden gründlich mit Seife zu waschen. Wichtig ist hierbei, dass man die Stellen zwischen den Fingern, die Fingernägel und den Daumen bis zum Handgelenk reinigt. Die Handtücher sollten häufiger gewechselt werden, damit man stets ein sauberes Tuch zum Abtrocknen zur Stelle hat. Bei Desinfektionsmitteln sollte darauf geachtet werden, dass es viruzid ist, also nicht nur gegen Bakterien, sondern gegen Viren schützt.

Händewaschen sollte man vor allem beim nach Hause kommen, nach dem Toilettenbesuch, nach dem Naseputzen, Husten und Niesen. Nach dem Kontakt mit Abfällen, Tieren, Tierfutter oder tierischen Produkten. Ebenfalls nach dem Wechseln der Windeln bzw. nach der Hilfestellung bei einem Toilettengang beim eigenen Kind. Vor den Mahlzeiten und dem Einnehmen von Medikamenten oder dem Schminken. Vor und nach dem Zubereiten der Mahlzeiten, auch zwischendurch, wenn mit rohem Fleisch hantiert wurde. Vor und nach dem Kontakt mit Kranken und vor sowie nach der Behandlung von Wunden.

Lebensmittel sollten vor dem Händewaschen nicht angefasst und verzehrt werden. Dasselbe gilt vor dem Auftragen von Make-up und Co.: Hände waschen, bevor man sich ins Gesicht fasst. Make-up-Schwämmchen vorher und nachher reinigen.

Husten und Niesen

Es wird empfohlen, in die Armbeuge zu niesen und zu husten, statt in die Handinnenfläche. Bereits benutzte Papiertaschentücher sollten zügig entsorgt werden. Stofftaschentücher sind bei 60 Grad zu waschen. Abstand zu anderen Menschen halten, 1 Meter reicht, und sich gegebenenfalls nicht die Hand zur Begrüßung geben. Auf Umarmungen sollte man auch erstmal verzichten.

An öffentlichen Plätzen nichts anfassen

Viel frequentierte Orte wie der Fahrstuhl oder die U-Bahn haben Oberflächen, die täglich von vielen Menschen angefasst werden. Da Viren auf Oberflächen haften bleiben, wird empfohlen, diese so wenig wie möglich anzufassen. Knöpfe in Zügen oder Fahrstühlen können Mithilfe von Stiften oder sauberen Taschentüchern bedient werden.

Menschenmassen und -mengen meiden

Viele Messen und einige Sportveranstaltungen wurden bereits abgesagt, um so viele Menschen wie nur möglich zu schützen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, bleibt auch jenen Großveranstaltungen fern, die dennoch stattfinden.

Gegen Grippe impfen lassen

Schwangere, Menschen über 60 Jahre und jene mit chronischen Erkrankungen sollten sich lieber gegen Grippe impfen lassen, wie es seit jeher empfohlen wird. Diese schützt zwar nicht vor dem Coronavirus, kann aber einer Doppelinfektion vorbeugen. Diese Risikogruppe sollte beim Arzt nachfragen, ob eine Pneumokokkenimpfung zusätzlich ratsam ist.

Zu Hause bleiben

Wer Erkältungssymptome hat und sich krank fühlt, sollte lieber zu Hause bleiben, um sich selbst aber auch andere zu schützen. Werden diese Symptome schlimmer, beispielsweise durch steigendes Fieber, sollte der Hausarzt angerufen werden. Er legt fest, wie weiter vorgegangen wird. Es wird darum gebeten, bei auftretenden Symptomen nicht direkt persönlich vorbeizugehen, um auch andere Menschen zu schützen.

Vorräte beschaffen

Es lohnt sich immer, Vorräte im Haus zu haben – nicht nur während des Grassierens des Coronavirus. Das heißt aber nicht, dass man Hamsterkäufe erledigen muss, einige haltbare Lebensmittel, genug zu trinken und die wichtigsten Medikamente im Haus zu haben reicht vollkommen.

Wie überträgt sich das Coronavirus?

Wie eingangs bereits erwähnt handelt es sich beim Coronavirus um einen grippeähnlichen Virus, der über Tröpfchen übertragen werden kann. Das kann bereits beim Sprechen passieren, wenn mikroskopisch kleine Tröpfchen ausgestoßen werden, sowie beim Husten oder Niesen. Doch auch eine Schmierinfektion ist möglich, da die Viren auch auf diversen Oberflächen eine Weile überleben können. Wer also eine Oberfläche anfasst (s. o. Fahrstuhlknopf), die vorher von einer infizierten Person berührt wurde, und sich danach ins Gesicht fasst, könnte sich anstecken. Daher bitte die oben angegebenen Tipps beachten.

Welche Symptome sprechen für das Coronavirus?

Das Coronavirus äußert sich ähnlich wie eine Erkältung oder Grippe:

  • Erhöhte Temperatur bis hin zu hohem Fieber
  • Husten, Kratzen im Hals
  • Atembeschwerden
  • Atemnot
  • Kopf- und Gliederschmerzen.

In einigen Fällen ist auch der Magen-Darm-Takt angeschlagen, doch ist das eher selten der Fall. Manche Infizierte haben gar keine bis leichte Symptome, weswegen es ratsam ist, allgemein etwas mehr Abstand zu halten. Andere hingegen erkranken schwer. Wichtig ist, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht in Panik zu verfallen. Denn es darf nicht aus den Augen gelassen werden, dass diese Vorsicht in erster Linie dazu dient, die Risikogruppen zu schützen.

Wer sind die Risikogruppen?

Bislang wissen wir, dass Männer eher am Coronavirus erkranken als Frauen, Erwachsene eher als Kinder und ältere Menschen eher als jüngere. Menschen mit Vorerkrankungen und chronischen Leiden sind ebenfalls zur Risikogruppe dazuzählen. Diese Fakten sind den bisherigen Fällen zu entnehmen.

Doch bringt es nichts, mit Mundschutz seinen Alltag zu bestreiten, da dieser eher das Umfeld als einen selbst schützt und auch das nur minimal. Denn gerade solche aus Papier nützen kaum etwas. Eine Alternative würden die FFP1, FFP2 und FFP3 Masken bieten, doch sind diese für den Alltag unbrauchbar, da sie das Atmen erschweren. Für Menschen mit eingeschränkter Lungenfunktion sind diese auch nicht empfehlenswert. Es empfiehlt sich also, diese FFP-Masken den Menschen zu überlassen, die in Kliniken arbeiten und wirklich darauf angewiesen sind.

Trotz Vorkehrungen infiziert, was nun?

Solltest du dich trotz aller Vorkehrungen infiziert haben, solltest du erstmal Ruhe bewahren und deinen Hausarzt oder das Gesundheitsamt anrufen. Auf jeden Fall solltest du aber zu Hause bleiben und den Kontakt zu Menschen vermeiden. Am Telefon wird man dir sagen, wie es weitergehen wird. Es ist wichtig, bei solchen Symptomen nicht sofort persönlich in der Hausarztpraxis zu erscheinen, da es im Ermessen des Teams liegt, weitere Schritte einzuleiten. Um die Menschen im Wartezimmer zu schützen, behandeln immer mehr Ärzte bei Verdacht auf Coronavirus in abgetrennten Behandlungszimmern.

Weiterführende Informationen zum Coronavirus findet ihr auf der Website des Robert-Koch-Instituts.

Die Nummer vom kassenärztlichen Notdienst lautet: 116117.