Close-up im Bundestag in Berlin

Jens Brandenburg ist 33 Jahre alt und seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestags. In der FDP-Fraktion ist er Sprecher für Studium, berufliche Bildung und lebenslanges Lernen sowie Sprecher für LSBTI (Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle). Am 11. Dezember hat er uns im Paul Löbe Haus empfangen.

Einblicke in den politischen Betrieb und offene Diskussion

Nach der Ankunft folgten Änderungsmeldungen: die gläserne Kuppel des Reichstagsgebäudes könnten wir leider nicht wie geplant besichtigen, auch müsse unser Gesprächstermin mit Dr. Jens Brandenburg unterbrochen werden, weil seine Anwesenheit im Plenum erforderlich sei – es war gerade Sitzungswoche, ein für ihn wichtiger Tagesordnungspunkt sei verlegt worden. Was folgte, war allerdings keine Enttäuschung, sondern ein umso authentischeres Erlebnis des parlamentarischen Betriebs und des Alltags eines Bundestagsabgeordneten.

Nach dem ersten Teil des Gesprächs, in dem es vor allem um Reformideen zum BAföG ging, wurden wir von Brandenburgs Mitarbeitern durch die Katakomben zwischen den Abgeordnetenhäusern geführt. Von der Fraktionsebene im Reichstagsgebäude warfen wir einen Blick in den Plenarsaal, bevor es durch weitere unterirdische Gänge ins Jakob-Kaiser-Haus ging, in den wohl schönsten Besprechungsraum Berlins. Das „Aquarium“ bietet einen perfekten Blick auf die Reichstagskuppel, der den verpassten Besuch mehr als wettmachte. Kaum waren wir angekommen, war auch Jens Brandenburg wieder zurück und diskutierte mit uns engagiert über die Diskriminierung von LSBTI und das Transsexuellengesetz, aber auch über Missstände im Baurecht und studentisches Wohnen.

For free mit dabei: SMARTis aus Köln, Essen und Hamburg

Nach dem spannenden Gespräch – nochmals Dank für den herzlichen Empfang! – wurden in einer nahegelegenen Lokalität beim Imbiss Kontakte geknüpft – schließlich war es die erste Begegnung von SMARTis aus verschiedenen Städten. Neben den Berlinern konnten fünf SMARTis aus Essen und Köln als Gewinner unseres Preisrätsels „for free“ in die Hauptstadt fahren. Unserer Einladung waren außerdem vier Tutorinnen und Tutoren gefolgt, die erstmals „Kolleg*innen“ aus anderen Städten getroffen haben. Ins Berliner Nachtleben haben sich am Ende übrigens gerade diejenigen gestürzt, die am nächsten Morgen die längste Heimreise vor sich hatten!